Installationsserver

Lange habe ich cobbler benutzt als Installations-Server, aber irgendwie hätte ich lieber etwas einfacheres. Ein simpler TFTP-Server reicht für meine Zwecke eigentlich vollkommen, da ich die Repositories (Fedora, Alpine Linux, Debian und Scientific Linux) mit trivialen Scripts spiegele. Dieses Daten benutze ich dann auch für LiveCDs und so ist es einfacher, wenn ich mit rsync die Sache erledige. Ein weiterer Punkt ist, dass ich bei den meisten Installationen, sei für physikalische Maschinen oder virtuelle, von einer Minimal-Installation starte und dann mit Bcfg2 den Rest erledige. Ebenfalls möchte ich andere Dinge einfach in den Installationsserver integrieren können, beispielsweise alix-rescue.
Vor über fünf Jahren habe ich mal mit einem Artikel im Fedorawiki angefangen. Er scheint aber nicht auf extremes Interesse gestossen zu sein. Also hier mal eine etwas aktuellere Version. Ich benutze Fedora 18 Alpha als Basis-System.

Der tftp-Server muss nur minimal angepasst werden. disable = yes muss in der Datei /etc/xinetd.d/tftp auf no gesetzt werden.

Exemplarisch erstelle ich nun die Basis für eine Fedora 17-Installation. Damit es nicht ein allzu grosses Chaos gibt, gruppiere ich die entsprechenden Dateien in Unterverzeichnissen.

Nun die zwei Dateien vmlinuz und initrd.img herunterladen.

memtest ist immer dabei, es soll auch bei mir nicht fehlen. Zuerst wieder ein Verzeichnis anlegen

und nun die Datei herunterladen.

Die erste Datei, welche beim Start geladen wird, ist pxelinux.0, sie ist Teil von syslinux und muss in unser Wurzelverzeichnis des tftp-Servers kopiert werden.

menu.c32 hilft bei der Darstellung der Auswahl. Ein bisschen schöner als nichts 😉

Die Konfiguration wird in die Datei default in Verzeichnis pxelinux.cfg geschrieben, da sie nicht existiert, muss sie angelegt werden.

Jedes System braucht einen Eintrag in der Konfigurationsdatei. In diesem Fall werden drei Einträge, einer für den lokalen Start, einer für die Installation und einer für memtest, eingefügt.

Eine einfache Konfiguration ohne Schnickschnack sieht so aus:

Die Verzeichnisstruktur sieht nun so aus.

Nun ist es Zeit den das Ganze in Bewegung zusetzen. Zuerst muss der Dienst gestartet werden:

Der Status sieht ohne weitere Konfiguration bei mir so aus:

Auf die DHCP-Konfiguration gehe ich hier nicht weiter ein, da es viele unterschiedliche Möglichkeiten gibt und ich momentan nur an einer Lösung mit pfSense interessiert bin.

pfSense PXE

Es wird sicher nicht alles funktionieren, aber der grösste Teil ist nun erledigt. Vielleicht regnet es morgen auch, denn dann findet ich sicher einen Augenblick zu weitermachen.

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