Weihnachtsreise

Gestern am Morgen hat die Reise nach Ungarn ihren Lauf genommen…eigentlich dachte ich, dass der Zugang zum Internet sich schwieriger gestalte, aber in der Zwischenzeit sind Biretbandanschluesse auch in Osteurope in grossen Mengen verfuegbar. Momentan habe nich nur meine Probleme mit dem Tastatur-Layout, also gibt es keine oder nur wenige Sonderzeichen.
Waehrend den ersten 30 km der Reise habe ich auf das Auto mit seinen 260000 km noch Loblieder gesungen. Wie gut es noch faehrt und so weiter, aber kurz nach der Grenze in Oesterreich beginnt ploetzlich eine Lampe zu blinken. Nach einem kleinen Lese-Ausflug in das Betriebshandbuch war klar, dass der Kuehlmittelstand zu niedrig war. Kuehlmittel habe ich natuerlich keines dabei, dafuer Mineralwasser. Also 2 dl Mineralwasser nachgefuellt und schon war das Problem behoben. Aeltere Autos haben viele Vorteile 😉
Der Rest der Reise war unproblematisch, jedoch nervte die eigenen Vergesslichkeit ein wenig, denn Scheibenreiniger habe ich auch nicht nachgefuellt. Das Mineralwasser tat auch hier einen hervorragenden Dienst.
Wenn man die Schweizer Grenze ueberquert hat, befindet man sich in einem riesigen Gebiet, welches ohne Grenzkontrollen auskommt. Am 22.12.2007 trat das Abkommen von Schengen auch fuer die neuen EU-Staaten in Kraft und so gab es an der Grenze zu Ungarn keine Kontrollen mehr. Das letzte Mal hat uns der Grenzwaechter oder Zoellner noch gefragt, wieso wir nicht auf der EU-Spur gefahren sind. Nun war dies erledigt, grenzenlose Fahrt…
Bei der Einreise in die Schweiz werden die Grenzwaechter sicher wieder meine Ausweise kontrollieren, denn ich befinde mich wohl auf der “schwarzen Liste”. Von den letzten 10 Grenzuebertritten zurueck in die Schweiz wurden 8 Mal mein Ausweis kontrolliert, inkl. einmal einer Kontrolle des Wageninhaltes als wir nach Berlin geflogen sind bei der Ausreise. Zur Berichtigung, wenn ich mit dem Auto die Grenze ueberquere, sonst werde ich nicht einmal mit dem “Allerwertesten” angeschaut. Alles Zufall? Jaja…ok, der Kanton Bern ist kein Grenzkanton und so muss ich schmuggeln. Als Berner Autofahrer den Grenzuebergang Rheinfelden zu benutzen, ist auch schon verdaechtigt, ich habe wohl Angst vor den “grossen” Autobahn-Grenzuebergang in der Naehe von Basel. Erstaunlicherweise ist es in der Westschweiz ganz anders, keine speziellen Ausweiskontrollen, also bin ich wahrscheinlich doch nicht auf dern “schwarzen Liste” oder nur auf der, welche die noerdlichen Uebergaenge betritt. 😉 Die einfachste Erklaerung ist wohl, dass ich einfach kriminell aussehe und die Personen bei der Grenzkontrolle ihre Aufgabe sehr gewissenhaft ausfuehren.
Dieses Thema ist nun nicht so aktuell, denn wir sind da und die Rueckreise ist noch ein paar Tage entfernt. Momentan gilt es alle gesellschaftlichen Anlaesse hinter uns zu bringen. Mit Moeglichkeit alle Parteien gleich zu beruecksichtigen, da sich so Streitigkeiten vermeiden lassen. Auf jeden Fall habe ich nun schon so viel Fleisch gegessen, wie in den letzten drei Monaten zusammen.
Draussen ist es saukalt und das Wetter ist ebenso. Mit meinen beschraenkten metrologischen Kenntnissen wuerde ich sagen, dass es eine “inverse” Wetterlage ist und in der Schweiz waren schon die Geschwindigkeiten auf den Autobahnen reduziert worden. Hier scheint es jedoch so, dass bei diesem Wetter alle mit ihren “Nebelmaschinen” (aka Lada, Trabi und Co.) herunfahren und die Luft verpesten. CO2 ist ein Problem, bei dieser Menge Gasheizungen nuetzt es einen Scheiss, wenn in Deutschland fuer 5 min das Licht ausgeschaltet wird. In Ost-Europa sollte die Leute lieber eine Stunde auf ihre Heizungen verzichten.

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