So war das Wochenende an der Freifunk Summer Convention

Vor langer langer Zeit, sprich im Juni, hat Ädu einmal die Idee aufgeworfen, dass wir an die Freifunk Summer Convention, kurz FFSC, in Dänemark gehen könnten. Zuerst war eine grosse Portion Skepsis vorhanden, jedoch haben ein paar Gesichter spontan zugesagt, andere abgesagt und wieder andere wollte zwar, hatten aber noch ein grosses “grünes” Problem zu lösen. Durch die Eröffnung eines Thread im Wireless-Forum wurde ein kleiner Schub erwartet, dieser blieb jedoch leider aus. Ein paar, die zuerst noch mitkommen wollten, hatte plötzlich keine Zeit oder keine Lust mehr auf eine Reise nach Dänemark. Dafür habe sich die anderen umso emsiger um die Vorbereitungen bemüht, Auto reservieren, viele Gesuche an die militärische Obrigkeit einreichen, dem Ausmalen der Träume über die schönen Däninnen und und und…man hatte ja noch genügend Zeit…der ominöse Tag X anfangs September ist jedoch schneller gekommen als erwartet.

(Dieser Artikel haben ich ursprünglich bei http://wirless-bern.ch veröffentlicht, aber damit ich ihn auch bei mir haben, poste ich ihn hier noch einmal mit weniger Rechtschreibefehler.)

Der Tag der Abfahrt kam und so machten sich alle mit Sack und Pack auf zu irgendeinem Treffpunkt. Meiner war beim Business-Park. Nun stand ich da an diesem Donnerstag Nachmittag vor dem Business-Park im Wyler, der Schweiss lief mir den Rücken herunter, denn die Tasche mit Zelt, Läppi, Schlafsack, Matte, usw. war schwerer, die Strecke von der Bushaltestelle weiter und die Temperatur wärmer als mir lieb war und wartete auf Ädu mit dem Transportgefährt, 9 Plätze, eine Klimaanlage und keine Kraft unter der Haube. Nun hatte dieses Abenteuer begonnen…nach dem Verladen der Utensilien von Ädu, machten wir uns auf den Weg die noch fehlenden Sachen aufzulesen. Zuerst 12V-Adapter holen, also ab zu Designo (Merci viu Mau), hmmm kein Parkplatz frei also Warnblinker und Auto auf der Strasse stehen lassen, zum Glück hat er ein UFO draussen, so muss man nicht lange nach dem richtigen Hauseingang suchen. Weiter nach Schüpfen diverse Headset für die verschiedenen Anwendungen holen, ebenfalls noch eine Karte kaufen und Nahrung. In der Zwischenzeit hat sich herausgestellt, dass der Zigarettenanzünder, welcher uns mit Hilfe des Adapters von Designo zu einem vollen Notebook-Akku verhelfen sollte, wahrscheinlich von Europcar abgehängt wurde, damit im Wagen nicht geraucht werden kann (Die Frage bleibt, wer braucht zum Zigarettenanzünder einen Zigarettenanzünder? Es gibt doch Feuerzeug). Danach wieder zurück nach Bern diesmal noch mehr Karten holen, Norddeutschland und Skandinavien, ebenfalls noch Leuchtwesten (in Italien und Spanien braucht man solche. In Deutschland eventuell, da wir unsicher waren, haben wir sie mitgenommen…). So nun weiter zum zweiten Treffpunkt und die anderen aufladen. Die Weggefährten warteten unterdessen am Guisanplatz. Der letzte kam wie wir, sprich Ädu und ich, mit einer halben Stunde Verspätung dort an. Die Personen, welche rechtzeitig am Treffpunkt waren, habe sich die Zeit mit ein paar Bieren vertrieben, sind halt richtige Männer…da alle weiblichen Personen, die mal mitkommen wollten, abgesagt hatten, waren die Gedanken an einen Roadtrip (wie in dem gleichnamigen Film) nicht mehr weit.
Kaum abgefahren wurde in meinem Kopf schon mit der Bearbeitung der Liste begonnen, was ich alles vergessen hatte, obwohl ich noch einmal zu Hause war. In diesem Moment war mein grösstes Problem, dass ich weder einen Schirm noch einen Regenschutz mitgenommen hatte (dies war jedoch nie ein Problem, aber mehr dazu später…). Wie es so kommt, haben andere auch noch ein paar Kleinigkeiten vergessen…Diese Gedankengänge wurden abrupt durch eine Vielzahl von roten Lichter unterbrochen: Der erste Stau nach einer Viertelstunde. Jaja, es musste ja so kommen, Donnerstagabend auf der meist befahrenen Autobahn der Schweiz. Nun denn, weiter mit Tempo 30…Durch die im Stau gewonnen Motivation kam die erste Rast schneller als den meisten lieb war, denn die Biertrinken mussten pinkeln. Autobahn-Raststätte Deitingen vielleicht 30 min von Bern entfernt, wenn kein Stau. Die weitere Fahrt bis Basel verlief zum Glück staufrei. An der Grenze zu Deutschland angelangt, machte sich wie immer das ungute Gefühl breit, dass man kontrolliert werden könnte und so eine längere Zwangs-Pause einlegen müsste. Wir hatten Schwein, passierten die Grenze und das Gefährt sollte auf der Autobahn Richtung Norden seine volle Kraft des Diesel-Motors entfalten. Unser Problem war nicht der fehlende Wille für die schnelle Fahrt, sondern eher die Weigerung des Gefährts, wenn es bergauf ging, die Geschwindigkeit zu halten und in angemessener Zeit zu beschleunigen. Der Bus ging halt eher Richtung Lieferwagen-Kategorie. Dank des lieben Biers legten wir schon bald wieder Pinkel- und Rauchpause ein. Wer darauf drängte ist ja wohl klar? Zum Glück hatte es einen freien Platz in der Nähe zweier junger deutschen Mädels. Die Bekanntschaft mit diesen beschränkte sich auf eine Bierdusche von Simu. Zum Glück hatte wir bereits ein Gruppenfoto gemacht und so konnten wir uns, als sich die beiden Richtung Toilette begaben, aus dem Staub machen.
Der Kilometer-Zähler drehte wie verrückt und bald zeige er fast 400 km an. Wieder einmal Pause, Nahrung kaufen, pinkeln, rauchen und den Fahrer wechseln. Mäthu hat sich bereit erklärt den nächsten Abschnitt zu fahren, obwohl eigentlich ich hatte fahren sollen, aber da mein Müdigkeit ziemlich gross war, war ich sehr froh, dass ich ein wenig schlafen konnte, denn die Weckordonnanz kam wie immer um 0600. Über den folgenden Abschnitt kann ich leider nur beschränkt Informationen wiedergeben, da ich ihn mehrheitlich mit geschlossenen Augen und in einem Wechsel zwischen Schlafen und Dösen erlebt habe.

Der nächste Halt fand auf einer Autobahnraststätte statt, die wahrscheinlich schon mehrere Auftritte bei “Aktenzeichen xy” als Austragungsort von Verbrechen hatte (Original-Aussage von Remo). Also nur das Nötigste erledigen und noch erkennen, dass bei unserem Personen-Lieferwagen das eine Rücklicht defekt ist. So hatte wir wenigstens das Lichthupen der Lastwagen erklärt. Als ich das Steuer übernahm, konnten Simu und ich noch die letzten Ausläufer der “Kasseler Berge” geniessen. Hinunter mit 140 km/h, hinauf mit 90 km/h. Mättu hatte sich fast während seiner gesamten “Fahrschicht” durch dieses Gebiet kämpfen müssen. Nun denn, Freitag 0300 irgendwo in Deutschland auf der Autobahn alles, was man sieht sind Lastwagen, grosse und keinen, die meisten eher langsam, Lieferwagen der Kurierdienste, alle ziemlich schnell und ab und zu einen Personenwagen, der uns mit einer Geschwindigkeitsdifferenz von etwas 100 km/h überholte. Der Norden kam immer näher, man konnte zwar das Meer noch nicht riechen, dafür kamen langsam die Schmerzen in gewissen Körperteilen (Bleifuss, usw.). Im Morgengrauen erreichten wir Hamburg, eine Grossstadt mit diversen komischen Errungenschaften. Ich persönlich konnte mich mit den Tunnelsystem nicht so anfreunden, links oder rechts, hmmm mal warten und im letzten Moment doch noch die Spur wechseln. Zum Glück haben die anderen Mitstreiter geschlafen, ausser Simu, der mir während dem Fahren unter- und wachgehalten hat.
Da nach vielen Kilometer Fahrt durch die Nacht, die noch verfügbare Dieselmenge und meine Konzentration langsam dem Ende zuging, wurde ein Pause eingelegt. Standard-Prozedere, sprich pinkeln, rauchen und die eingeschlafenen Körperteile wecken. In der Zwischenzeit hatte sich Ädu, gemäss einer Aussage, wieder genügend erholt und den Rest der Strecke zu fahren. Ich hingegen legte mich wieder aufs Ohr. Anscheinend erfolgte der Landeswechsel Deutschland – Dänemark ohne Problem, da die EU netterhalber die Innengrenzen nicht mehr kontrolliert. Nun waren wir in Dänemark, der Sonnenaufgang wollten wir auf einer Raststätte beobachten, dies war jedoch nicht so der Hit, da die Sicht durch ziemlichen Dunst behindert wurde. Also weiter Richtung Ziel, denn es rückte langsam in Griffweite, nur noch 200 km. Ich hatte meinen Platz als Co-Piloten eingenommen und genoss, wenn auch noch eine gewisse Rest-Müdigkeit vorhanden war, die morgendliche Fahrt durch Dänemark. Nun kam der Zeitpunkt bei welchem wir beschlossen hatten die Autobahn zu verlassen und auf der Hauptstrasse zu fahren. Dies hat sich jedoch als nicht ganz einfaches Unterfangen herausgestellt, da mein Läppi mit GPSDrive bereits vor dem Verlassen der Autobahn keinen Saft mehr hatte und die einzige verfügbare Karte im Massstab 1:800000 war. Fahren und schauen, wo man landet…die ungefähre Richtung war bekannt und mit Hilfe des Etrexs konnte die Nord-Richtung bestimmt werden. Die Fahrt führte uns durch Wälder, über Wiesen, durch kleine Dörfchen und über verlassene Landstrassen. Endlich ein Wegweiser nach Glesborg, wieder schöne Felder, Bauernhöfe und manchmal ein paar komische Schilder, wie mitten im Wald ein Warnschild “Schulkinder”. Jaja, andere Länder andere Sitten…Glesborg, wir haben unser Ziel erreicht. Dieses Dorf in der “dänischen” Landwirtschaftzone hatte auf den ersten Blick nicht viel zu bieten, dies liess sich leicht erkennen, bei der Suche nach den “Djursland Hallen”, dem Austragungsort der Freifunk Summer Convention (gut, die Mailing-Liste kürzt das Ganze als ffsc, es wurde wohl noch das f von Frei oder funk hinzugenommen). Nach einem kurzen Halt im Bereich des “Dorfzentrums” und einem Telefon-Gespräch von Ädu mit Jürgen Neumann fanden wir die Turnhalle, denn die Wegweiser sind wohl vergessen gegangen. Kaum auf dem Parkplatz angekommen, hatten wir einen richtigen Schock, denn das Wesen, welches auf uns zu kam, konnten wir nicht recht einordnen. War es eine Frau oder ein Mann? Bis am Ende der Veranstaltung konnte dieses Zuordnung nicht gemacht werden, was sich damit begründen lässt, dass alle einen grossen Bogen um das Ding gemacht haben. Nach der Begrüssung von Jürgen Neumann konnten wir einen ersten Blick auf die Infrastruktur des Austragungsortes werfen. Damit auch auf der grossen Wiese, welche sich hinter der Halle erstreckte und als Zeltplatz dienen sollte, gesurft werden konnte, hatte sie Panel-Antennen montiert, die den ganzen Bereich abdeckten. Im Innern der Halle wurde noch die letzten Sachen an ihren Platz geschoben, Beschriftungen aufgehängt und Dekoration angebracht. Die Access Points waren bereits unter der Hallendecke montiert und die Stromschienen auf den Tischen verteilt worden. Zu Diesem Zeitpunkt konnte auch erkannt werden, dass Dänemark eine Handball-Nation ist, denn die Handbälle werden nicht in Schränke verräumt, sondern in grossen Wagen in der Halle gelassen. Beim Empfang haben wir unsere Schulden bezahlt und dafür ein Namensschild erhalten. Das Suchen nach den Schildern im grossen Haufen war für den älteren Herr des Veranstaltungsteam eine ziemliche Herausforderung, denn er konnte mit Klangbild des Namens keinen Bezug zur Schreibweise herstellen. Jedoch wurde durch Mithilfe von unserer Seite diese Problem gelöst. Im Laufe des Vormittags hatten wir uns an einem Tisch ausgebreitet, die Akkus aufgeladen und ausgiebig gesurft, denn durch die zur Verfügung gestellte Geschwindigkeit war es ein Vergnügen gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch ein Auge auf die Grafikerin, welche das Freifunk-Logo entworfen und natürlich ihr iBook mitgenommen hat, geworfen (hmmm, nettes Wortspiel). Erstaunlicherweise hatten viele Teilnehmer ein Laptop mit einem Apfel auf dem Deckel. Kurz vor dem Mittag haben wir eine kleine Exkursion ins “Dorf” unternommen, um Geld (in Dänemark wird zu meiner Überraschung immer noch mit Kronen anstelle von Euros bezahlt, jaja, wer sich nicht schlau macht, ist selber schuld) zu beschaffen und Nahrungsmittel zu kaufen. Leider war niemandem der aktuelle Wechselkurs bekannt und so waren wir froh, dass sich im Nachhinein herausstellte, dass sich der abgehobene Betrag nicht in dreistelliger Höhe bewegte. Das nachfolgende Einkaufen stellte sich auch als schwieriger heraus als erwartet, denn neben Pringels, Cola und Mars war es vorallem die anderen Produkte, die zum Teil nicht recht eingeordnet werden konnte. Am Ende der Rundganges im “Super Brugsen” hatte auf jeden Fall alle, auch die Personen, die unter die Kategorie Allergiker fallen, etwas zu trinken und zu essen. Als wir zu der Turnhalle zurückkamen, hatte die Helfer jedoch schon das Mittagessen aufgetischt, ok, auf einem grossen Tisch zu einem Buffet ausgebreitet. Etwas skeptisch schlichen wir daran vorbei, die Neugier liess uns nicht los und so nahm dann doch jeder einen Teller voll. Fazit, dänisches Essen ist gar nicht so schlecht. Der frühe Nachmittag wurde mit Zelt aufbauen, auf einem Bank in der Sonne liegen, surfen, dem Warten auf die 50 verspäteten Personen und dem Studieren der anderen Teilnehmern verbracht. Ein Zusammentreffen mit einem Teilnehmer aus Deutschland, welcher uns von einen grossen Raumschiff mitten in Berlin erzählte und Ädu und ich begriffen jedoch nicht genau, was er uns damit mitteilen wollte, dafür ist es uns in Erinnerung geblieben. Als die Hälfte des Vornachmittag um war, hatten sich die Veranstalter doch noch dazu durchringen können mit den Vorträgen zu beginnen und so wohnten wir um 1500 unserem ersten Vortrag über WiMAX von Professor Clemens Cap bei. Der Herr Professor schien ein Mann vom Fach zu sein, leider wurde er immer wieder unterbrochen. Diese Unterbrechungen waren darauf zurückzuführen, dass die Engländer Fragen und Anmerkungen über ihr Lieblingsthema “die Frequenzbänder” einbrachten und so wohl zeigen wollten, dass sie auch etwas wissen (kleine Anmerkung: Die Jungs aus England sind wirklich Superburschen, nur in diesem Moment haben sie extrem genervt…). Da sich die Diskussionen alsbald nicht mehr zwischen dem Referenten und den Zuhören austrug, sondern nur noch zwischen den Zuhörern, waren wir froh, dass nach einer Stunde der Raum vom nächsten Programmpunkt eingenommen werden wollte. Als Erholung gönnten wir uns ein wenig frische Luft und machten uns zugleich auf die Suche nach den Duschen, welche es irgendwo beim Schulhaus auf der anderen Seite der Camp Side haben sollte. Wir fanden jedoch nichts und so nahmen wir wieder unsere Plätze in der Turnhalle ein. Kurz hatte ich auch ein Auge auf die Video-Präsentation über das Djursland Projekt in einem kleinen Räumlein geworfen, dort war die Luft ungefähr gleich stickig wie am Ende der WiMAX-Präsentation, welches mich zum Rauchen im Freien verleitete. Der nachfolgende Programm-Punkt verspasste ich leider “HardwareHacking”, da ich nicht ganz schlau wurde, wo der Spass stattfindet. Irgendwann bemerkte Remo, dass etwas mit der ARP-Tabelle bei seinem Rechner nicht mehr stimmte. Und schaue da, es war bei allen etwas faul, sprich jemand sniffte im grossen Stil. Gewisse Leute haben dann noch schnell eine Firewall nachinstalliert. Die verdächtige Person wurde bald lokalisiert und mit verachtenden Blicken traktiert, dies zeige keine Wirkung und so wurde zu dramatischeren Mitteln gegriffen. Die Zeit verging wie im Fluge und so wurde schon wieder das Essen vorbereitet. Für das leibliche Wohl wurde auch zwischen den Hauptmahlzeiten gut geschaut, es hatte immer Früchte, Kuchen, Kaffee und Tee zur Verfügung.
Nun war der grosse Moment gekommen und die Eröffnungsrede der Freifunk Summer Convention wurde von Bjarte Nielson eingeleitet. Bjarte, dessen Wurzeln zweifelsfrei einem prähistorischen Volk aus dem Norden zugeordnet werden konnte, sprach während mehreren Minuten über das Projekt bis er von einem Bürgermeister oder Gemeindepräsidenten abgelöst wurde. Später kamen noch die einzelnen Referenten zu Wort. Das ganze Gerede zog sich über fast eine Stunde bis alle gesagt hatte, wie froh und glücklich sie sind, dass so viele Leute aus so vielen Ländern gekommen sind. Als wieder der Normal-Zustand eingetreten ist, sprich surfen und plaudern, wurde es langsam Zeit sich ein Bierchen zu genehmigen. Denn die Duschen hatten wir gefunden, in den Garderoben der Turnhalle, benutzt und so war wieder eine gewisse Sauberkeit in unser Leben getreten. Es war nicht nur ein Bier sondern zwei, aber nach einer langen Reise und einem langen Tag darf man das. Da sich in der Dunkelheit eine ungemütliche Kälte über Djursland gelegt hatte, beschlossen wir, schlafen zu gehen.

Im Norden geht die Sonnen ein bisschen früher auf als in unseren Breitengraden. Um neun Uhr war es in meinem Zelt schon fast so heiss, wie in einem Backofen. Mal den Reissverschluss öffnen und aus dem Schlafsack kriechen. Da mir in der Zwischenzeit das Kondenswasser begonnen hatte auf den Kopf zu tropfen, war mein Aufenthalt im Bereich von Zelt und Vorzelt eher kurz. Kaum draussen waren die Socken noch nässer als vorher, denn der Morgenreif hatte sich recht ausgiebig auf dem Rasen breitgemacht. Also Turnschuhe anziehen und ab Richtung Toilette. Das Badetuch auf meinem Zelt hat in der Nacht mehr Nässe aufgesogen als abgegeben und war dementsprechend schwer. Dies war jedoch kein Hinderungsgrund den Weg zum Pissoir langsam anzugehen, denn die kalte Nacht und das Bier hatte mir über 8 Stunden die Blase gefüllt. Wie es auf dem WC bei der Entleerung tönte, spreche ich eventuell bei einer anderen Gelegenheit an. Auf dem Rückweg zum Zelt, welcher mich durch die Turnhalle führte, konnte ich dank den Linsen erkennen, dass alle anderen bereits wieder ihren Platz am Tisch eingenommen hatten und sich am “Zmorgen-Buffet” stärken. Diese Stärkung war auch nötig, denn Ädu hatte sechs Velos organisiert. Gut, im allgemeinen Sprachgebrauch würden solche Dinger als Fahrräder bezeichnet, sie waren jedoch sehr weit weg von unserer Vorstellung über Velos. Rücktritt als einzige Bremse, keine Schaltung, keine Luft in den Pneus, usw um nur einige Dinge zu nennen. Doch wir konnten es trotzdem nicht lassen, an den Strand zu fahren, denn was sind schon sechs Kilometer…Die ersten paar Meter waren noch etwas gewohnheitsbedürftig, aber dann ging es recht flott voran. Die Rast an der Tankstelle hatte einen positiven Einfluss auf die Fahrt, denn pumpen konnten wir nicht. Und so fuhren wir auf der Landstrasse Richtung Meer, hinunter war kein Problem, nur an den Steigungen vermissten wir die 21-Gang-Schaltung. Da es aber in Dänemark keine Berge oder grössere Hügel hat, ist es auch nicht nötig solche zu verbauen. An vielen Häusern konnte man die Spuren des Djursland Projekt erkennen, es waren Richtantennen oder Konservendosen angebracht. Die Antennen-Masten, die zum Teil die grösseren Richtantennen trugen, waren zwischen die Häuser wahrscheinlich ohne Baubewilligung und ohne Bedenken über die Strahlenbelastung gebaut worden. Die Strahlenbelastung wird durch die frische Meerluft gesenkt…Dass wir den Strand, respektive den Hafen, bald erreichen würden, konnte man am Fischgeschmack in der Luft sehr gut erkennen und zwar noch bevor man das Meer sehen konnte. Nach einer kurzen Fahrt auf dem Weg zum vordersten Punkt des Hafen mussten wir die Velos stossen, da sie in einem Zentimeter Sand nicht mehr in der Spur fahren wollten. Also gingen wir das letzte Stück zu Fuss weiter. Die Velo-Ausflugsgruppe hatte sich zwangsweise aufgeteilt, denn das Velo von Beechie hatte einen kleinen Schaden, die Nabe war vom Radkörper abgebrochen. Dies haben die Personen, die vorausgefahren sind, erst erfahren, als wir schon den Hafen erreicht hatten. Das Gedröhne der Windräder war nicht zu überhören und ihr Anblick, wenn man direkt darunter stand, war imposant. Sogar ein Schiff hatte eine Konservendosen-Antenne angebaut, wenn man kann, will man plötzlich überall online sein, auch wenn man auf das Anbeissen von Fischen wartet. Als wir uns von den Windrädern trennen konnten, machten wir auf dem Weg zu den Velos noch einen kleinen Umweg an den Stand. Das Wasser hatte noch knapp Badetemperatur, was ein paar Kinder unter Beweis stellen, uns war es jedoch zu kalt und da niemand eine Badehose dabei hatte, wurde nicht lange diskutiert, ob man baden wollte oder nicht. Simu hatte sich mit Beechie zusammengetan, um den Rückweg zu Fuss anzutreten. Wir anderen sind gefahren so gut es ging. Die Streckenabschnitte, die uns bei der Hinfahrt als sehr angenehm aufgefallen sind, da sie abfallend waren, rächten sich mit Schweiss. Als wir die Turnhallen erreicht hatten, war schnell klar, dass wir die beiden zu-Fuss-gehenden-Velofahrer abholen mussten, denn die sechs Kilometer erscheinen uns doch etwas zu weit, um sie laufen zu lassen. So fuhren wird mit unseren Transporter wieder Richtung Strand, um die zwei aufzuladen. Mit dem Besenwagen war es ein “Katzensprung” und da sich Simu und Beechie noch nicht so weit bewegt hatten, konnten wir alle und alles sehr “gäbig” auf einer ruhigen Nebenstrasse einladen. Zurück bei der Turnhalle stellten sie ihre Velos zurück und verfluchten wahrscheinlich insgeheim, dass sie eingewilligt hatten, mit zum Strand zu kommen.
Das Mittagessen kam nun gerade richtig, obwohl es nicht gerade eine Riesenanstrengung gewesen ist. Leider hatte wir durch unseren Veloausflug die Vorträge und Präsentationen am Morgen verpasst, hauptsächlich war des der rote Faden “Wireless for Development”. Dieses Thema hatte eine hohe Präsenz an der Convention. Zu unserem Glück habe wir die Velotour am Morgen gemacht und nicht am Nachmittag, denn am Nachmittag haben sich sehr interessante Leute in der Turnhalle zu Wort gemeldet. John Wilson sprach recht lange und ausführlich über die “erste Meile”. Er erläuterte ebenfalls Strategien für den Breitband-Anschluss, welche sie in Schottland (oder war es Wales) verfolgten. Natürlich fehlte auch ein Hinweis auf sein Lieblingsthema “die Frequenzbänder” nicht. Abgelöst wurde John Wilson vom Amerikaner Dave Hughes, der über sein Projekt “Linking Everest” sprach. Der selbsternannte “Cursor-Cowboy” standesgemäss mit Hut, Jeans, entsprechenden Stiefeln und passendem Hemd war eine Erfrischung mit seinen 74 Jahren, denn er erzählt allerlei Anekdoten aus seinem Leben und über seine Wireless-Projekte. Als er jedoch ein VoIP-Adapter von Cisco aus seiner Tasche zauberte, über dessen Vorteile zu referieren begann und sogar seine Funktionsweise demonstrierte, war allen Zuhörern klar, wer die Ausrüstung zu seinem Everest-Projekt gesponsert hatte. Eine Stunde vor dem Nachtessen sprach dann Jürgen Neumann in einem Nebenraum über das sogenannte Pico Peering. Da ich nicht mehr so geübt bin im stundenlangen Zuhören, habe ich nur kurz seinen Worten gelauscht und mich wieder in die Turnhalle zurückgezogen.
Da wir den längsten hatten, äh Stromverteiler/Stromschiene oder so, haben sich immer wieder Leute, die fremde Sprachen gesprochen haben zu uns an den Tisch gesetzt und versucht ihre Stromadapter einzustecken. Vielen ist es gelungen, anderen nicht. Jemandem dem es gelungen ist, war Ralf aus Deutschland und einer Inderin. Der Inderin konnte ich nach anfänglichen sprachlichen Barrieren helfen den geografischen Standort der Freifunk Summer Convention zur nächsten grösseren Stadt zu bestimmen. Ralf versucht auf seinem WRT54 OpenWRT zu installieren. Ein aus meiner Sicht sehr interessanten Unterfangen, welches ich mich an meinem WRT54GS noch nicht getraut haben zu tun. Sein Erfolg hat mich in meiner Entschlossenheit es bald auch zu versuchen, gestärkt (dies ist jetzt 3 Wochen her und immer noch nichts OpenWRT…die Zeit dies hier zu schreiben nimmt mich halt sehr in Anspruch). Bis sein Erfolg eingetreten ist, hat er jedoch ein paar Mal ein sehr nachdenkliches Gesicht gemacht. Er liess sich nicht einmal auf ein Bier einladen, dies zeugt von einer gewissen Stärke und Entschlossenheit, die Ädu und mir fehlt, denn wir haben bei jeder Gelegenheit hemmungslos Bier getrunken. Andere trinken die Frauen schön, da es keine hatte, wollten wir den Nachmittag schön trinken. Kleine Nickerchen auf der Camping-Wiese waren an diesem Nachmittag bei allen Teilnehmern sehr beliebt, auch bei gewissen Personen aus der Schweiz.
Zwei Stunden nach dem Nachtessen kann der Höhepunkt des Abends das Konzert der einheimischen Band “Sky of Blue”. Als das Licht gelöscht wurde, bot sich in der Halle ein ziemlich komisches Bild. Überall leuchtende Laptop-Displays auf den Tischen. Und ab und zu ein leuchtender Apfel, ein wage Schätzung würde ungefähr von einem Drittel Äpfel-Läppis sprechen. Es hatte jedoch erstaunlich wenig Publikum und so war die Aussage des Leadsängers, dass dies hier sein erstes Konzert sei, bei welchem es mehr Computer als Zuhörer hatte, nicht ganz unwahr. Das Konzert war nun im vollen Gange. Die Band rockte, aber wie schon gesagt, es hatte kaum Zuhörer. Die Zeit wurde zum Chatten gebraucht, auch bekannt unter der Erforschung der menschlichen Psyche, und zum Bier trinken im Freien. Ebenso hatte sich ein Individuum namens OfflineHorst hinter der Turnhalle mit seinen selbstgebauten Antennen in Stellung gebracht. Er erklärte uns auf deutsch, englisch und in einem Mischmasch die Funktionsweise der verschiedenen Antennetypen. Weiter klärte er uns auch über ihre Vorteile oder die Probleme bei der Herstellung auf. Immer wenn man Ädu sucht, musste man nach draussen gehen, sich ein wenig umschauen und jemanden suchen, der ein supereleganten Headset auf hatte und skypte (skype = billig telefonieren über’s Internet).
Das Konzert war nun fertig und es kehrte wieder Stille ein in der Turnhalle. Stille ist ein bisschen übertrieben, denn die Helfer feierten ausgelassen weiter. Da es wahrscheinlich in Djursland nicht allzu oft etwas zu feiern gibt. Wir zogen es vor draussen am Tisch mit Jürgen Neumann (Freifunk) und Sven Wagner (C-Base) Bier zu trinken, zu rauchen und mit ihnen über die Problematik des Community Networkings, des Freifunk-Forums und über Arbeit in einer Community zu diskutieren. In Berlin finden jede Woche Wireless-Treffen statt, die von 40 bis 60 Leuten besucht werden. Es gibt dort ein Löt-Abend zum Antennenbauen, ein Wirless-Einführungsabend, ein Linux-Einführungsabend, und noch vieles mehr, erzählte uns Sven Wagner. Bern ist halt nur eine Kleinstadt im Vergleich zu Berlin. Da wir nun alles Bier getrunken hatten, war der Gang Richtung Zelt der nächste logische Schritt.

Nun war schon wieder Tag gekommen, an welchem die Heimreise angetreten werden sollte. So beschloss ich noch ein paar Minuten länger liegen zu blieben, um ausgeruht zu sein für die Fahrt zurück in die Schweiz, obwohl es schon wieder um die 30 Grad war im Zelt. Dieser morgendliche Schweissausbruch habe ich als guten Grund genommen die Duschen in der Garderobe zu benutzen. Da auch die Aussentemperatur recht angenehm war, beschloss ich auf die langen Hosen zu verzichten und wieder Shorts zu tragen. Später stellte sich heraus, dass die eine kluge Entscheidung gewesen ist, denn in der Turnhalle war es fast so heiss wie in meinen Zelt und es roch auch fast so. Wie schon am Samstag sind alle schon wieder am Tisch gesessen als ich kam. Mäthu hat es nicht lange ausgehalten und er ist wieder seinem Reporter, sorry Journalisten-Trieb, gefolgt und hat Leute interviewt. Sein Einsatz hat sich ausgezahlt, denn es ist ein wirklich lesenswerter Artikel (http://194.209.226.170/pdfdata/bz_neu/2004/09/25/BZST2190481f25091_1.pdf) daraus entstanden. Dieser wurde noch vor diesem Text hier fertig gestellt, was mich ein bisschen eifersüchtig macht.
Die Bühne hat sich langsam zu füllen begonnen und plötzlich ging es los. Die Veranstalter wollten eine Video-Konferenz mit Indien herstellen. Diese Unterfangen wollte jedoch nicht auf Anhieb klappen. Das Bild bewegte sich, dann nicht mehr, dafür kamen Worte an. Das Ganze wiederholte sich eine Viertelstunde lang, bis beschlossen wurde auf das Bild und den im Moment laufenden Client zu verzichten. Als Alternative wurde Skype gewählt und plötzlich funktionierte es, zwar ohne Bild, aber was soll’s. Sie mussten sich jedoch auch nun ein paar Mal neu verbinden, was durch das lauten Klingeln vom Publikum erkannt werden konnte. Aus der Sicht der Veranstalter war diese Beinahe-Videokonferenz ein Erfolg, obwohl sich die Kommunikation hauptsächlich auf “Can you hear me?” und “yes” oder Stille beschränkte. Gut, die anderen waren immerhin in Indien…Nachdem sich die überflüssigen Personen von der Bühne entfernt hatten, trat Bjarte Nielson ans Mikrophon und bedankte sich bei den vielen Helferinnen und Helfern. Ihr Einsatz wurde mit tosendem Applaus von Publikum coutiert und so stand ihnen die Freunde ins Gesicht geschrieben. Bald kehrte wieder eine angenehme Stille in die Turnhalle, denn die Leute verteilten sich wieder und begannen ihren Dingen nachzuhängen. Da wir in der Nähe der deutschen Jungs aus Berlin von der “c-Base” gesessen sind, konnte man gut auf ihren Tisch sehen. Sie haben hauptsächlich an einem Mesh-AP herumgebastelt, der zum Vorteil der Fotografen auf ein Rohr geklebt wurde und so fast wie eine kleine Statue wirkte. Viele Leute schlichen mir ihren Videokameras umher und filmten die Displays, wahrscheinlich in der Hoffung ein Passwort aufnehmen zu können oder vielleicht wollten sie auch eines der eingesetzten Betriebssysteme erfassen. Bald wurde von einem Fernseh-Team ein richtige Kamera angeschleppt und so verschwanden die Jungs mit ihren Handy-Cams. Der Zeltabbau und das vorsorgliche Einkaufen von Nahrungsmitteln wurde nach dem Mittagessen erledigt, da der Nährwert der Sandwichs nicht über mehrere Stunden anhalten würde.
Die Stunde der Wahrheit, respektive der Abfahrt, kam so um 1500, bis alle bereit und eingestiegen waren, verging noch eine halbe Stunde. Jedoch waren wir so immer noch eine halbe Stunde vor dem Zeitplan…Die Fahrt führte uns zuerst eine kurze Zeit durch eine bekannte Gegend bis zur Hauptstrasse, die uns dieses Mal direkter zur Autobahn führen sollte. Dies tat sie auch, schnurgerade und bei der kleinsten Kurve mit Warnschildern. Autobahn für die nächsten 1250 oder so Kilometer. Nach der deutsch-dänischen Grenze hatte Ädu das Steuer übernommen, und was tat er? Er führte uns wieder in einen Stau. Ok, es war mehr stockender Kolonnenverkehr. Irgendwann kann Hamburg und so wurde die Rundstrahlantenne auf das Dach gestellt (Dank an den Magnetfuss) und Kismet starten, irgendwann ging es los mit dem Gepiepse. Kismet zeigte mir nach der Fahrt durch Hamburg auf der Autobahn ungefähr 70 AP an, nur schade, dass wir nicht durch die Innenstadt gefahren sind. Nachdem wir Hamburg hinter uns gelassen hatten, habe ich mich ein wenig aufs Ohr gehauen, denn bald musste ich wieder fahren. Nach ein paar Stunden wurde Ädu von Mäthu abgelöst. Ädu legt sich schlafen, da er am Montag wieder arbeiten wollte. Ich habe beim Fahrerwechsel meinen Platz gegen “Kofferraum” getauscht, um genauer zu sein, gegen den Gepäckbereich, da ich dringendst schlafen musste, denn sonst hätte ich ziemlich “alt ausgesehen” zwischen 2 Uhr und 6 Uhr. Mit der Zeit haben mich die Vibrationen des “Böslis” in den Schlaf gewiegt…

Irgendwann zwischen Mitternacht und Morgen haben wir an einer Autobahn-Raststätte angehalten, bei welcher die kulinarische Vielfalt schier unermesslich war. Burgerking und Spaghetteria, um nur zwei zu nennen. Also hatten wir von diesem Angebot Gebrauch gemacht und mitten in der Nacht “z’Morgä” oder “z’Nacht” gegessen. Zum Glück hatten die anderen beiden Fahrer schon weit über die Hälfte der Strecke gefahren, so dass mir nur noch ungefähr vier Stunden Fahrt übrig blieben. Dieser Teil der Reise könnte ich wieder beschreiben, aber es war genau so wie bei der Hinfahrt. Simu ist neben mir gesessen, wir haben Lastwagen überholt und Kilometer zurückgelegt. Punkt. Schweizer Grenze 0455 wieder keine Probleme. Die Damen und Herren von schweizerischen Grenzwachkorps lassen wohl alle rein. Wahrscheinlicher ist, dass sie Mitleid mit uns hatten, denn in Innern des Wagens sah es so aus, als hätten wir ein Woche drin gewohnt. Wieder in der Heimat…Die Strecke Basel-Bern kann mir ziemlich kurz vor. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde mein Gefühl für die Distanzen durch die lange Fahrt auf den deutschen Autobahnen etwas verwirrt. Der Morgen hatte langsam begonnen im Berner Mittelland als wir Richtung Schüpfen abgebogen sind, um den ersten, der arbeiten gehen wollte, abzuladen. Der zweite wurde dann in Lyss ausgeladen und so fuhren wir geschrumpft auf ein Quartett nach Bern. Am Bahnhof stiegen wieder zwei aus. Nun habe ich den Autoschlüssel an Mättu übergeben, der mich nach Hause, danach sich nach Hause und später noch das Transportvehikel an die Verleihstelle zurückgebracht hatte. Für mich endetet dieses Wochenende, am Montag morgen um 0615, vor der Haustüre, denn die “bessere” Hälfte hatte den Schlüssel stecken lassen…so kann es einem gehen, wenn man ein Wochenende nicht zu Hause ist und zum Rechten schaut…

Dieser Text sollte die Geschehnisse am Wochenende der Freifunk Summer Convention in Glesborg / Dänemark wiedergeben. Es war ein interessante Angelegenheit, obwohl die Reise nicht ein Katzensprung gewesen ist (2800 km für 3 Tage sind aus meiner Sicht schon ein bisschen viel, da ja nicht jedes Wochenende eine solche Reise auf dem Programm steht, war es verkraftbar). Die Präsentationen und Diskussionen haben uns ein wenig die Augen geöffnet für die Probleme, technologischer, finanzieller und gesellschaftlicher Natur, welche in anderen Breitengraden bei der Vernetzung auftreten können. In der Schweiz haben wir fast überall ADSL oder andere Breitband-Technologien zur Verfügung und so besteht leider auch nur ein geringer Bedarf an Community Networks. Ebenfalls sind wir so mal mit ein paar richtigen “Wireless-Spinnern” zusammengekommen.
Die Interpretation des Gelesenen liegt im Ermessen der Leserin oder des Lesers. Falls etwas vergessen wurde oder eine wichtige Tatsache verschwiegen, kann man sich vertrauensvoll an mich wenden, der Fehler wird dann vielleicht korrigiert. Für redaktionell hoch stehende Artikel wende Dich bitte an Mathias Born (siehe oben).

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