PXE-Server unter Fedora

Das Preboot Execution Environment (PXE) ermöglicht es Computern einen netzwerkbasierten Bootvorgang (Netzboot) durchzuführen, der von installierten Massenspeichern und insbesondere Betriebssystemen auf dem Client unabhängig ist.

Installation

Die benötigten Pakete müssen muss yum installiert werden.

DHCP

Die Konfigurations-Datei /etc/dhcpd.conf des DHCP-Dienstes. Eine einfache Variante sieht so aus. filename pxelinux.0; ist elementar für die Boot-Vorgang. next-server 192.168.0.3; ist die IP-Adresse des PXE-Server-Systems.

Nun kann der DHCP-Server gestartet werden.

Ein ausführlicher Artikel und mehr Informationen ist unter DHCP-Server verfügbar.

TFTP

tftp (Trivial File Transfer Protocol) ist eine vereinfachte Version von FTP und unterstützt nur das Schreiben und das Lesen von Dateien. Im Normalfall wird TFTP über ein verbindungsloses Protokoll wie UDP betrieben.

tftp muss so konfiguriert werden, dass es mit xinetd zusammenarbeitet. So muss die Datei /etc/xinetd.d/tftp angepasst werden. Folgende Änderung ist zu machen.

auf

Alle Daten werden von tftp unter /tftpboot gespeichert.

Netzwerk-Karte

eth0 muss eine statische IP-Adresse haben, deshalb muss die Datei /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-eth0 wie folgt angepasst werden. Die IP-Adressen sind Beispiele und sollte den eigenen Gegebenheiten angepasst werden.

PXE Boot Umgebung

Es werden zwei Dateien vmlinuz und initrd.img benötigt, die dann in das Verzeichnis /tftpboot kopiert werden müssen.

Für die Installation sollte jedoch ein Server genommen werden, der sich in der Nähe des Standortes befindet.

Nun müssen diese beiden Dateien noch nach /tftpboot kopiert werden.

Direkt nach dem Bezug der IP-Adresse versucht PXE ein Image (pxelinux) vom Server zu beziehen. Diese Datei heisst pxelinux.0, ist Teil von syslinux und befindet sich im Verzeichnis /usr/lib/syslinux/pxelinux.0. Sie muss ebenfalls nach /tftpboot kopiert werden.

Das Verzeichnis /tftpboot muss für alle lesbar sein.

pxelinux

Im Verzeichnis /tftpboot/pxelinux.cfg muss nun eine Reihe von Dateien angelegt werden.

Es muss eine Standard-Konfiguration vorhanden sein, deshalb muss eine neue Datei /tftpboot/pxelinux.cfg/default mit folgendem Inhalt angelegt werden.

Die Datei /tftpboot/pxeboot.msg sollte Informationen über die Möglichkeiten beinhalten.

Eine erweiterte Version könnte so aussehen und basiert auf isolinux.cfg

Starten der Dienste

Nun müssen die Dienste gestartet werden.

Sie sollten sich alle ohne Fehler-Meldung starten lassen, falls es zu Fehlern kommt, muss die Konfiguration angepasst werden.

Verwendung

Der Client muss das Booten über das Netzwerk unterstützen. Dazu muss unter Umständen die Boot-Reihenfolge im BIOS angepasst werden.

In Verbindung mit einer Kickstart-Installation lassen sich so komplett Installationen ohne Benutzer-Eingriffe realisieren.

Schöner formatiert gibt es diesen Eintrag als Artikel im Fedora Wiki.

This entry was posted in Fedora, General. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.